Der Weg der Heilpflanze

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Ich möchte euch etwas über die Entwicklungsgeschichte, der Bedeutung und Anwendung der Heilpflanzen, von einst und jetzt, erzählen.

Unsere Medizin befindet sich heute (wieder) an einem Wendepunkt. Das auf Inhaltstoffe und den Grenzen der wissenschaftlichen Beweisfähigkeit  gebundene Weltbild ist im Begriff sich neu zu  ordnen.

Unbeantwortete Fragen suchen nach Antworten, die im analytisch, materialistischen Horizont nicht zu finden sind.

Religiöse Intoleranz, wissenschaftliche Ignoranz, Selbstsucht und Profitstreben auf  Kosten der Allgemeinheit sowie mangelnde Wertschätzung der Natur sind die wirklichen Probleme unserer Gesellschaft! (O. Rippe)

Die Suche nach Alternativen in unserer Lebensweise und der Medizin sind notwendig geworden. Lösungsansätze sollten wir auch in der Vergangenheit suchen, denn altes Wissen ist nicht veraltet, darin wurzelt die Erkenntnis unserer heutigen Wissenschaft!

Die Phytotherapie, unsere Heilpflanzentherapie, hat sich heute sehr stark auf Einzelstoffe, also extrahierte, oft sogar chemisch nachgebaute Inhaltstoffe und standardisierte Mittel versteift. Wir holen den Stoff aus einer Pflanze, von dem wir wissen/glauben  das er das gewünschte heilende Element besitzt. Die Idee, das Wirkspektrum der ganzen Pflanze, mit all ihren einzelnen Bausteinen ergeben aber erst das perfekte Gesamtbild. Eine einzige Pflanze verfügt über mehrere hundert Einzelstoffen!! Jedes kleinste Teil hat seine Aufgaben, und macht das Rad erst rund.

Wir können das vergleichen mit einem reich gedeckten Tisch aus unterschiedlichsten Gerichten, wo wir uns jedoch nur das Besteck nehmen, weil wir glauben damit das Werkzeug in der Hand zu halten!

Die Herstellung synthetischer Arzneien hat die Pflanze (und somit auch den Patienten) auf ein messbares Etwas reduziert, dadurch wird nur ein Teil ihres Wesens offenbart. Die Natur wird dadurch zu einem Ding, und in der Industrialisierung der Medizin geht es heute fast nur mehr um Profit.

Standardisierungen von Stoffen geben dem Anwender Sicherheit, das ist unumstritten, gleichzeitig aber, nimmt es auch das schöpferische, Lebendige eines lebenden Individuums.

Standardisierungen begünstigen  leider auch den Gewöhnungseffekt, die Resistenzen. Schon ein geringer Unterschied an der Zusammensetzung eines Heilmittels, wie es zb. bei den unterschiedlichen chemotypen von ätherischen Ölen vorkommt, (hervorgerufen durch verschiedene Erntezeiten bzw. Anbaugebieten) kann dem erfolgreich entgegenwirken.

Rudolf Steiner sagte: Durch den Verlust der intuitiven Fähigkeiten  herrscht eine große Unsicherheit und Verwirrung, die sich auch in der Medizin unserer Zeit findet, indem der Zusammenhang des Menschen mit der Natur völlig  abhandengekommen ist. Man bekämpft den alten Aberglauben, aber man ahnt nicht, dass sich dieser Aberglaube nur gewandelt hat.

Wenn wir nun zurückblicken, weit hinter das Mittelalter, dann finden wir bei den  Kelten, Germanen,  Römern usw. den Ausdruck von göttlicher Macht in  jeder Pflanze. Es war das Göttliche selbst, das durch die Heilpflanze sprach und wirkte. Über das rascheln der Blätter in alten Bäumen, durch den Rauch des Räucherwerks und dem Duft der Blumen fand es seinen Ausdruck. Alles galt als beseelt. In gewisser Weise waren die „Ärzte“ damals noch hellsichtig, der Mensch bildete mit der Natur eine Einheit.

Bei der späteren Signaturenlehre laß man förmlich dem Heilmittel auf Grund seines Aussehens, seine Heilwirkung ab. Ohne danach zu fragen was denn da heilt. Damals stellte man sich die Frage zu welchem Zweck bzw. zu welcher Bestimmung etwas existierte – heute fragen wir nach dem Wie!  Geist und Magie sind in unserer Zeit völlig aus der Natur verbannt. Wir haben uns ein einsames Weltbild geschaffen – der Mensch steht alleine im Mittelpunkt, nicht die Natur oder das Göttliche. Götter, Engel und andere Begleiter haben wir aus den Bäumen und Blumen verjagt. Wir haben gelernt bis ins kleinste Atom zu schauen, dafür mussten wir taub und blind gegenüber dem metaphysischen werden.

Um ganzheitlich zu heilen, sollte eine philosophisch orientierte Heilkunst mit all ihrer Mystik, Hermetik, den Ritualen und der Unterstützung aus dem beseelten Reich, wieder ihren Weg in die Naturwissenschaften finden.

Wenn der Naturwissenschaftler kein Mystiker ist, dann ist er kein Naturwissenschaftler.
A.Hofmann

Wie sollen wir Antworten finden auf die Probleme unserer Zeit? Depressionen, Zukunftsängste, Krebs, psychosomatische Störungen usw.!? –  Denn der verbreitete Nihilismus spendet keinen Trost, gibt uns keine Kraft, kaum Sicherheit und wenig Hoffnung. Wenn die Welt im Außen sich auf den Kopf stellt, kein Stein auf dem anderen bleibt, dann braucht der Mensch Halt, Halt und Vertrauen, die aus dieser unversiegbaren Quelle, dem Glauben, kommt. Ein Glaube der nicht im realistischen Weltbild zu finden ist, wenn gerade diese Welt Kopf steht.

Im finsteren Mittelalter wurde vieles an Mystik und alten Bräuchen verboten, die Kirche bestimmte wer und was angebetet und verehrt werden durfte. Aber nicht alles war finster in dieser Zeit! Viel Altes bekam einfach einen anderen Namen, die Kirche nahm gute „Ideen“ und steckte sie in ihr Kleid, gab ihm ihre Namen. Vieles überlebte unter diesem Deckmantel, und verbotene Traditionen lebten in den vier Wänden der Menschen weiter.

Die Renaissance löste die harten kirchlichen Fesseln, der Mensch wollte mehr wissen, und so begann er genauer hinzusehen!! Besonders in der Kunst zeigte sich diese Sicht ganz deutlich. Größen wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, A. Dürrer usw., sind ein blühendes Beispiel dafür. Wurden zuvor Pflanzen nur sehr schemenhaft dargestellt, zeigten nun  genaue Naturstudien Pflanzen und Körper in  völlig neuem Licht. Die Abbildungen waren so genau, dass nichts mehr verborgen blieb.

Diese Entwicklung und Aufklärung zeigte sich in vielen Bereichen, sie entmystifizierte unser Weltbild, mehr und mehr verschwand das nicht Sichtbare…. und damit auch der Glaube daran!

Das ging so weit, das wir heute nur mehr an das glauben können, was wir sehen!!

Dieses mechanische Weltbild entlockte  der Natur so manches Geheimnis, doch wirklich verstehen können wir die Schöpfung dadurch auch heute noch nicht. Unlösbares wird aus der Fragestellung ausgeklammert, was sich nicht beweisen lässt, existiert demnach nicht.

Paracelsus sagte: Ist der Mensch krank, dann besonders deshalb, weil er sich von der Natur und damit dem göttlichen abgewendet hat. Aufgabe des Heilers ist es daher vor allem, den Kranken die Augen zu öffnen für die Schönheit dieser Welt.

Wir haben vieles erreicht, die Möglichkeiten und Erfahrungen die die Medizin heute hat kommen aus dem Wissen der vergangenen Zeiten. Jeder dieser großen Heiler, Philosophen und Forscher hat seinen wesentlichen Teil dazu beigetragen. Die Pflanze als ganzheitliches Wesen spielte dabei immer die Hauptrolle.

Die Medizin einzelner, echter, wilder und freigewachsener Pflanzen sollte nicht als wertlos oder gar gefährlich hingestellt werden. Wenn wir  wieder mehr vertrauen in das Kraut das in unserem Garten oder vor unserer Tür wächst haben, die einzelnen Individuen erkennen und schätzen, ihre Gestalt und Erscheinung genauer betrachten, werden wir wieder mit der Welt der Mystik und des ganzheitlichen heilens vertraut werden.

 

 

 

 

Die 7 Lehrsätze v. Trismegistos

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Die Sieben Lehrsätze


Das All ist Geist, das Universum ist geistig.
Allem Existierenden liegt eine geistige Kraft zu Grunde.
Wie oben so unten, wie unten so oben.
Wie im Großen, so im Kleinen;
Wie im Kleinen, so im Großen.
Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich,
alles ist in Schwingung.
Alles hat sein Paar von Gegensätzlichkeiten;
Gegensätze sind identisch in ihrer Wesensart,
nur verschieden im Grad; Extreme berühren sich;
alle Wahrheiten sind nur halbe Wahrheiten;
Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten.
Alle Dinge steigen und fallen,
das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem,
das Maß des Schwungs nach rechts
ist das Maß des Schwungs nach links.
Jede Ursache hat ihre Wirkung,
jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig.
Zufall ist nur ein Name für ein unbekanntes Gesetz.
Geschlecht ist in allem,
alles hat männliche und weibliche Prinzipien,
Geschlecht offenbart sich in allen Ebenen.

Diese sieben hermetischen Lehrsätze von Trismegistos sind auf der Tabula Smaragdina geschrieben.

Es gibt weder Entstehen noch Vergehen, sondern nur verschiedene Mischungsverhältnisse dieser vier Elemente, die von den Urkräften Liebe und Hass (Anziehung und Abstoßung, Raga/Dvesha) gesteuert werden.

Er vertrat die Lehre, dass man nur heilen kann, wenn man die Natur erkennt, und zwar jene des Menschen und die ihn umgebende Natur.

Der menschliche Organismus „versteht“ jenen der Pflanze und kann diesen als Heilmittel nutzen. Um überhaupt geheilt werden zu können (DNS-Reparatur), brauchen wir ein Heilmittel, das die DNS versteht. DNS redet die Eiweißsprache, wie die Pflanzen. Die Pflanze wiederum bekommt alle Informationen aus der Erde, dem Stein und aus dem Kosmos. Die Pflanze ist das einzige Lebewesen, das die aus dem Kosmos strahlende Energie (besonders Sonnenenergie, die mittels Chlorophyll aufgenommen und verwandelt werden kann) sowie anorganisches Material (Luft, Wasser, Mineralien usw.) in organisches Material umwandeln kann (Zucker, Fette, Proteine, Vitamine und so weiter). Erst dadurch wird das Leben von Tier und Mensch ermöglicht. Pflanzen heilen also nicht nur, sie ermöglichen uns das Leben. Wir neigen oft dazu, die lebensermöglichende Rolle der Pflanze in unserem täglichen Leben (Essen, Kleidung, Wohnen) zu vergessen.

(zetierte Quelle)

Rosen-Tau

The divine face

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Das Gesicht der Schöpfung

Wenn ich so wunderschöne Dinge sehe, bin ich einerseits so überweltigt von der Schönheit, gleichzeitig bewegt mich eine tiefe Dankbarkeit darüber, dieser Schöpfung ansichtig werden zu können.

Diese Schönheit geht bis ins kleinste Detail, je kleiner der Ausschnitt des Anblickes desto tiefer der Einblick – es wird immer wunderbarer.
Stellt ihr euch nicht die Frage: Warum gibt es diese vielfältige Schönheit überhaupt? Welchen Zweck verfolgt sie?

Ich glaube dieser „natürliche Luxus“ ist da, um betrachtet zu werden, um des betrachters Herz zu erfreuen, und daraus eine tiefe Bewunderung wachsen zu lassen , damit wir erkennen, wie göttlich diese Schöpfung in jedem Detail, in jedem Sein auf dieser Welt ist!
Es hilft uns zu erinnern, woher wir kommen und wohin wir gehen werden. Das die Welt göttliches Antlitz wiederspiegelt. Daß das Gesicht der Schöpfung aus allem strahlt. Auch aus uns!!