Birkenzauber

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Mit der Zeit gehen, heißt nicht nur mit der neuesten Mode oder Technologie zu gehen. Es bedeutet auch sich mit dem Rad der Jahreszeiten zu drehen. In der Birke zeigt sich gerade jetzt der Puls der Natur sehr deutlich.
Jetzt wo die jungen Blätter treiben sind diese im Frühjahr als reinigende Tee Kur zu verwenden. Schon beim Berühren fühlt man eine zarte, klebrige Viskosität. Auch äußerlich, als ganz natürliches, aber sehr wirksames Hauttonikum, gibt sie der müden Winterhaut neue Kraft zum Strahlen. (siehe Rezept)

 Der Baum hat oder hatte als Allrounder seinen festen Platz in diesem Jahreszeitlauf. Die  unterschiedlichsten Teile wurden dazu verarbeitet.

Der Birkenbesen aus den Ästen gebunden; das Birkenteer zum Abdichten von Schiffen, Fässern und vielem mehr.
Der Birkenschwamm wurde als Zunder, zum Essen und als Medizin verwendet.  Der Birkensaft dient noch heute als Entschlackungs – und Verjüngungskur.
Und dann wäre da noch die Birkenrinde, die nicht nur zum Bauen und als Bekleidung diente, sondern auch als Papier! Wobei diese Rinde auch der nordindische „Ersatz“ zum Palmblatt des Südens war. Viele alte Schriften wurden darauf verewigt.  
Aus jüngerer Zeit stammt der Birkenzucker, welcher in der modernen Ernährung eine Rolle spielt.

Die Naturschau zeigt eine Venussignatur in den grünen Blättern, und in ihrer gesamten harmonischen Erscheinung. Die Bewegtheit ist von Merkur signiert und die auffällige Rinde zeigt ein sich immer wieder erneuerndes Bild. Sie ist von Licht durchwirkt und gibt dieses auch gerne weiter…“Birke, Birke, das dein Licht auch durch mich wirke“

Ich persönlich sammle und verwende Birkenblätter. Daraus mache ich einen Öl Auszug mit einem neutralen Trägeröl.

Körperpflegeöl

  • Eine Handvoll junge Birkenblätter
  • In ca. 500ml Mandel oder Olivenöl, 4 Wochen mazerieren lassen und abseihen.
  • Evtl. mit 10gtt ätherischem Rosmarinöl und
  • 10gtt Rosengeranienöl oder/und 5gtt Wacholderöl vermischen

Die Mischung ist ein gutes Pflegeöl für müde und schwere Beine. Das Wacholderöl wirkt auch entwässernd bzw. entstauend. Das Birkenmazerat pur (ohne ätherische Öle) dient als wunderbare nährende Hautpflege.

Natürliches Gesichtstonikum

  • Eine Handvoll junge Birkenblätter
  • 1 L Klares Wasser (wahlweise Rosenhydrolat o.ä.)

Wir geben die frisch gepflückten Blätter in das kalte Wasser und lassen das Ganze über Nacht stehen. Nach ca. 12h seihen wir ab und verwenden dieses fast cremige Wasser pur als Gesichtswasser. Die Haut fühlt sich nach der Anwendung wie eingecremt an. Die Birke beruhigt und nährt unsere Haut hervorragend. Jedes Spannungsgefühl ist damit verschwunden. Natürlich können wir diesen Kaltauszug auch als Haarspühlung verwenden. Das Tonikum hält im Kühlschrank gelagert, ein paar Tage. Wir können unter dem Jahr auch getrocknete Blätter verwenden, wobei die Frischen immer vorzuziehen sind.

Pech-Salbe

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Diese Salbe besteht aus einem guten Teil Pech, Baumharz. Ich sammle dazu hauptsächlich Tannen und Fichtenharz. Die Bäume müssen dazu nicht verletzt werden, es gibt fast immer irgendwo eine Stelle am Stamm wo Harz austritt. Die Pech-Salbe hat man schon immer bei allen kleinen und unblutigen, Verletzungen der Haut, wie Schürfwunden, Schwielen und rauhen Hautstellen verwendet. Aber auch punktuell bei Nebenhöhlenentzündungen, bei Verkühlungen als Brustbalsam und bei Gelenksproblemen.
Das Harz kann auch in der Winterzeit geerntet und verarbeitet werden. Es unterliegt nicht der üblichen „Schonfrist“!

Wir brauchen:
30-40g Harz (Tanne, Fichte)
80g Olivenöl (Tipp: Ringelblumenmazerat)
10g Bienenwachs
(Tipp: 1-2 Weihrauchtränen,  1 Msp.Weihrauchruss)

Wir erwärmen das Olivenöl, lösen darin das Harz langsam auf, bis wir eine einheitliche, homogene Flüssigkeit haben. Zur Reinigung filtern wir das Ganze durch einen Kaffeefilter. Zurück auf dem Herd bei kleinster Flamme, lassen wir die Öl-Harz-Masse im Idealfall, 6 Stunden ziehen. Am Ende geben wir das Bienenwachs dazu und rühren solange, bis es sich ganz aufgelöst hat. Wer jetzt noch möchte gibt eine Weihrauchträne dazu und/oder Weihrauchruss (Weihrauch mit einer Flamme anzünden und unter ein Kupferteller  halten, den Russ damit auffangen und vorsichtig abbinseln.

Die wohlriechende Salbe in ein Glas füllen und nach dem Erkalten, verschließen. Haltbarkeit bei Sachgemäßer Lagerung ca. 1 Jahr.

Bodylotion für samtig, weiche Haut

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Dieses tolle Rezept habe ich gerade erst vor drei Tagen „gebaut“und gerührt. Da ich es  einfach toll finde, stelle ich es jetzt gerne auf meine Seite. Ihr könnt es auch als Grundrezept nehmen, und die Öle sowie die Wirkstoffe nach eurem Bedarf verändern. Wichtig ist nur das Mengenverhältnis zwischen Fett,- und Wasserphase, sowie die nötige Menge an Emulgatoren, in diesem Fall Lamecreme.

Fettphase:

  • 8g Lamecreme
  • 15g Kokosöl
  • 10g Mandelöl oder Avocadoöl
  • 5g Nachtkerzenöl
  • 1Msp. Xanthan

Alle Öle sind je nach Bedarf, Vorliebe und Verfügbarkeit austauschbar.

Wasserphase:

  • 140g Muskatellersalbei Hydrolat ( oder zb.  Rosenhydrolat, destilliertes Wasser usw..)

Wirkstoffphase:

  • 5gtt ätherisches Karottensamenöl
  • 10Tr. Vit. A-Palmitat
  • 10Tr. Seidenprotein
  • 10Tr. Vit. E-Acetat
  • 10Tr. Squalan

Wirkstoffe sind immer als Vorschläge gedacht. Sie reichern das Produkt an und geben ihm eine individuelle Note.

Die einzelnen Phasen getrennt in einem Wasserbad erwärmen, bzw. schmelzen, nicht aufkochen lassen.
Die Wasserphase langsam unter ständigem Rühren in die Fettphase emulgieren. Wenn die Lotion lauwarm ist, die Wirkstoffe einzeln unterrühren. Erst beim Erkalten dickt die Lotion fertig ein.
Der Duft ist durch das Hydrolat und dem Kokosöl sehr speziell, exotisch-blumig. Ich gebe ausser dem Karottensamenöl, das die Generation der Hautzellen fördert, keinen anderen Duft mehr dazu.
Ohne Konservierung würde ich die Lotion innerhalb von 3-4 Wochen aufbrauchen. Gute Gelingen und viel Spass!!

 

Hand – und Fußcreme

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Diese Hand/Fußcreme zeichnet sich durch ihre besonders pflegende Textur aus. Sie kann sehr gut für raue Fersen und auch für spröde Hände benutzt werden. Der Anteil an Harnstoff löst Hornhaut und Schwielen. Wir können statt dem Mandelöl in der Fettphase, auch ein eigenes Mazerat hernehmen. Ich nehme entweder ein Calendula/Olivenöl-Mazerat, oder ein Kamillen/Olivenöl-Mazerat.

Fettphase:

  • 10 g Sheabutter
  • 3 TL Calendulamazerat ( oder nach belieben zb. Mandelöl)
  • 3 g Lamecreme
  • 3 g Emulsan
  • 2 g Bienenwachs
  • 2 g Cetylalkohol

zuerst das Bienenwachs und die beiden Emulgatoren ( Lamecreme, Emulsan) schmelzen, dann Cetylalkohol und das Calendulamazerat dazugeben. Erst in der Restwärme die Sheabutter schmelzen.

Wasserphase:

  • 55 ml Wasser oder Hydrolat ( ich habe Kamillenhydrolat genommen)
  • 1 TL Glycerin
  • 2 g Harnstoff

ebenso erwärmen, beide Phasen sollten die selbe Temperatur haben, bevor sie zusammengemengt werden. Unter ständigem Rühren, langsam die Wasserphase in die Fettphase schütten. Bis eine homogene Masse entstanden ist, bzw. das ganze lauwarm gerührt ist.

Wirkstoffphase:

  • 10 Tropfen Calendula Tinktur (über 3 Wochen in Alkohol angesetzte Blüten, abgefiltert)
  • 5 Tr. ätherisches Öl Kamille blau
  • 2 Tr. äÖ Cistrose ( in der Grippezeit oder bei Fußpilz zur Desinfektion, Thymianöl oder Teebaumöl)
  • 5 Tr. äÖ Lemongras
  • evtl. 15 Tr. Parabene K (zum Haltbarmachen bis zu 6 Monate.)

Die Wirkstoffphase kann, muss aber nicht, aus diesen Stoffen bestehen. Sie kann jederzeit durch andere Zusätze abgeändert werden. Auf alle Fälle kommt diese Phase erst ganz zum Schluß in die Creme, und wird untergerührt. In saubere Behälter gefüllt und kühl aufbewahrt, hält die Creme ohne Parabene K ca. 1 Monat. Die Tinktur verlängert die Haltbarkeit.

 

 

 

Gesichtsnähröl

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Dieses Öl steht für einen schönen natürlichen Teint, für intensieve und hochwertige Pflege sowie für einen natürlichen Sonnenschutz!

4Teelöffel Jojobaöl oder Aprikosenöl
1Tl Granatapfelöl
2Tl Wildrosenöl
1Tl Nachtkerzenöl
3Tr Sanddornöl (Achtung färbt!)
die Zutaten vermengen und
je 1gtt ätherisches Rosenöl, Sandelholzöl oder Weihrauchöl, Neroliöl und Rosengeranienöl dazugeben.
in ein Glasfläschchen füllen (mit Eprovette täglich entnehmen), beschriften, und gut verschlossen und dunkel aufbewahren.
Da ich hierfür nur kaltgepresste, hochwertige Öle benütze, empfehle ich eine Verwendung innerhalb von vier Wochen. Lieber kleinere Mengen produzieren.
Auf der gereinigten Gesichtshaut einmassieren… und strahlen!!

Handcreme für starke Beanspruchung

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Fettphase:

4g Jojobawachs ( evtl. aufteilen, 2g Jojobawachs und 2g Bienenwachs)
8g Lanolin
4g Emulsan
20g Calendulamazerat  (Ringelblumenölauszug selbst gemacht).
Zutaten langsam im Wasserbad schmelzen, nicht aufkochen lassen…

Wasserphase:

30g Wasser oder zb. Kamillenhydrolat, Lavendelhydrolat…
ebenso im Wasserbad erwärmen.. beide Phasen sollten die selbe Temperatur haben …

Wirkstoffphase:

je 3 gtt ätherisches Zitronenöl, Cistrosenöl und Thymianöl oder Teebaumöl
ca. 10gtt selbstgemachte Schafgarbentinktur
zum Konservieren:
7Tr. Paraben K oder je nach Erfahrung und Wunsch etwas anderes.
Bestandteile der Wirkstoffphase können je nach Verfügbarkeit und Vorliebe weggelassen bzw. geändert werden.

Die Zubereitung:

Die Wasserphase wird unter ständigem Rühren in die Fettphase eingearbeitet.. so lange bis die Masse handwarm ist, erst jetzt die Zutaten
der Wirkstoffphase einzeln dazugeben und gut verrühren. In die Cremedose füllen und erst verschliessen  wenn die Creme kalt ist. Beschriften nicht vergessen und je nach Konservierung 1 Woche bis zu 6 Monate haltbar.

Kokos-Körper-Balsam

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Eine Erinnerung an den letzen Sommer schenkt uns dieser Balsam mit dem natürlichen Duft von Kokos! Besonders dazu gedacht die strapazierte Haut nach viel Sonne oder trockener Heizungsluft wieder zum Strahlen zu bringen. Ich wende ihn abends oder morgens nach dem Duschen an.  Wenn die Haut noch etwas feucht ist zieht diese Pflege wunderbar ein.

Zutaten:
100ml Kokosöl
15g Kakaobutter
ca. 1,5 TL Sheabutter
1TL Bienenwachs

….Diese Zutaten langsam im Wasserbad schmelzen, nicht aufkochen lassen;
anschließend in die lauwarme Masse die ätherische Öle einrühren.

Für den ewigen Sommer:
4gtt Vetiveröl oder Zedernöl
6gtt Blutorangenöl
2gtt  Rose
Für ein winterliches Aroma :
6gtt Mandarine
2gtt Vanille
2gtt Weihrauch

Es handelt sich hier um einen Balsam, der bei Temperaturen über 21 Grad nicht ganz fest ist (evtl. kühl stellen).
In eine Salbendose füllen und beschriften nicht vergessen! ( gute 3 Monate haltbar)