Unterwegs zu einer der seltsamsten, seltensten und einsamsten Pflanze des Himalayas!

Veröffentlicht am Schreib einen KommentarVeröffentlicht in Aktuelles, Reisebericht

In einem Video zu einem Folkloresong über Bansenbruu, Saussurea obvallata, Hindi: Brahma Kamal habe ich das erste Mal diese seltsame Schönheit von einer Pflanze gesehen. Tief berührt hat mich dieses Bild einige Monate lang begleitet, bis ich dann nach viel hin und her den Entschluss fasste, dieser Pflanze bis in den Himalaya zu folgen.

Das genaue Ziel sollte das Dorf Ghangharia sein(Uttarakhand, Chamoli Distrikt), von wo aus es dann ein mehrstündiger Treck  ins Valley of Flowers       (UNESCO Biosphären Reservat), und  Hemkund Sahib (Pilgerstätte der Sikh) das gleichzeitig die Heimat von Brahma Kamal ist.

Es wäre ja nicht meine erste Reise in den Himalaya und weiß Gott nicht mein erster Besuch Indiens gewesen aber, notwendigerweise zu einer der unbequemsten Jahreszeiten, der Monsunzeit. Jedoch ist es gerade nur in der Regenzeit möglich die Blumen beim Blühen zu sehen. Ich war mir des Risikos und der Unannehmlichkeiten schon bewusst, und trotzdem hat mich dann der Zustand der Straßen sehr erschrocken. Ein guter Teil des Highways hinein in den Himalaya war mir bereits bekannt, aber das was ich da zu sehen bekam war für mich und meine Reisebegleitung, eine ebenso erfahrene Indienreisende, dann doch grenzwertig.
Die ganzen 300 km von Rishikesh  bis Joshimath waren ein einziger Muren Abgang. Oft nur einspurig befahrbar, mit Bergen von Geröll und Steinen die es zu befahren galt, gab es immer wieder ungewollte Stopps. Die Kunst bestand darin, nicht gerade dort zum Stehen zu kommen, wo im nächsten Moment der Hang zu rutschen begann. Der Fahrer hatte mehr den Blick hang Werts über uns gerichtet als auf die Straße. Ein Umdrehen wäre oft platzmäßig gar nicht möglich gewesen, d.h. es galt die Flucht nach vorne anzutreten.
Nach einer 9 h Fahrt, mit nur einer längeren Pause von 30 min, waren wir alle ziemlich k.o. Dennoch hatten wir Glück, denn am Tag vor und nach unserer Anreise, war die Strecke für mehrere Stunden gesperrt.

Am nächsten Morgen ging es dann schon früh per Jeep über Govindghat nach Pulna (1800m), dem letzten Ort, am Ende der Straße. Von dort aus hieß es dann zu Fuß nach Ghangharia  das auf 3049m liegt, zu wandern. Das war auch der Zeitpunkt, wo es zu regnen begann, und 3 Tage lang nicht mehr aufhören sollte.

Reisen kann man planen, bis ins letzte Detail, Ausrüstung kann man entsprechend einpacken, aber der Weg einer Reise zur Monsunzeit in den Himalaya bleibt ein unbeschriebenes Blatt!

Mit einem Garhwaligiude, einem echten Einheimischen dieser Region, und einigen Indern, ging es mit sorgfältig ausgewählter, europäischer Regenbekleidung 5-6h bergauf. Nach ca. zwei Stunden war nicht mehr aus zu machen ob wir mehr von innen heraus oder von außen hinein Nass wurden. Fest stand, der Regenschutz war nicht für Monsunregen gemacht.
Ghangharia ist ein nettes Örtchen das nur 4 Monate im Jahr bewohnt wird. Mit nur einer Straße wo rechts und links ein paar Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten sind, und am jeweiligen Ortseingang bzw. Ausgang  befinden sich die „Parkplätze“ für die Packtiere. Alles muss auf ihren Rücken hinauf und herunter getragen werden.

Telefonieren ist hier etwas öffentliches , da keine Handyverbindung möglich ist,  versucht man bei  einer bestimmten Stelle auf der Straße mitten im Dorf, begleitet vom Shop Besitzer, der sein Funktelefon und den Regenschirm hält und  gleichzeitig die gewünschte Nummer tippt, sein Glück. Beobachtet von Schaulustigen, muss man dann feststellen, dass gerade jetzt doch keine Verbindung zu Stande kommen
will, und wird auf später vertöstet.

Wir haben dann noch einen Versuch gestartet, und uns einen indischen Regenponcho gekauft. Mit Regenhose, Regenjacke und dem Poncho darüber, ging es dann am nächsten Morgen mit einigen indischen Touristen und bei anhaltendem Regen, ins Valley of Flowers.
Dieses Tal liegt auf ca. 3500m. Der Zugang geht über einen steilen und engen Pfad in ein botanisches Paradies. Seltene und zum Teil endemische Pflanzen wachsen in diesem abgeschiedenen Tal.

Meine Kollegin hatte beschlossen zu streiken, und so bin ich erst singend, dann schnaufend und triefend vor Nässe mit meinen neuen indischen Freunden gute 3 h bergauf gewandert.  Dann endlich, das Valley!! Die Blumen und ihre Besucher liesen wegen dem Regen die Köpfe etwas hängen, aber in dieser Höhe, ein solches Blumental  mit Wolken verhangen und vielen unzähligen kleinen und größeren Wasserfällen von den steilen Berghängen herabstürzend, zu erblicken, das hinterlässt einen bleibenden Eindruck!

Der Engländer Smyth, entdeckte diesen versteckten Fleck 1931. Mittlerweile gehört es zur UNESCO.  Früher wurde das Tal sanft beweidet, was den übermäßigen Wuchs von schnellwachsenden Pflanzen kontrollierte. Heute ist das beweiden verboten, und leider nimmt die Überwucherung immer mehr zu, sodass die kleinen, seltenen Pflanzen mehr und mehr verdrängt werden.

 

Der Regen wurde stärker, und auf dem Weg nach unten wurde aus diesem Weg ein Bächlein, später ein Bach, und ganz unten am Ende der Schlucht war der Fluss bereits so hoch, dass die kleine Wellblechbrücke fast schon unterspült war. Meine Schuhe waren trotz Goretex, ein mit Wasser aufgesogener Schwamm und wogen gefühlte 10 Kilo.
Es hatte rund 10 Grad, und ohne Sonne trocknet da kein Faden mehr.
Die Sachen konnten aber in eine Trockenkammer gebracht werden, die ich mir gleich mal anschauen ging. Ein Holzschuppen, zwei Blechkübeln mit Kohle darin, und es kann losgehen. Am Morgen bekam ich dann meine geräucherten, feuchten Sachen retour.

Mit Plasticksackerlsocken in den Schuhen ging es dann an diesem Tag zu einem nahegelegenem Wasserfall, und auch hier Blumen überall!!

Der 4. Tag sollte uns endlich nach Hemkund Sahib bringen. Einer Sikh-Pilgerstätte auf ca.4600 m mit einem großen Bergsee, und dem seltenem Gebiet wo Brahma Kamal zu finden sein sollte!

Es war auch der indische Nationaltag, und mit „Vande Matram“ wurde das immer wieder lauthals Kund getan.
Da der Aufstieg gute 5h und der Abstieg mindestens 4h dauern sollte, musste es sehr früh losgehen. Einige starteten schon um 4.30 Uhr!! Ich wollte es clever angehen, da ich so viel Zeit wie möglich für die Blumen haben wollte, beschloss ich ein Maultier zu nehmen.

Ich war ein Teil einer 8 Köpfigen Maultiergruppe mit lustigen Indern im Sattel. Mein Tier war das Erste, und ein geborenes Rennschwein. Ich überholte mehr oder weniger freiwillig, sämtliche Karawanen  bergauf, und war in weniger als 2,5h oben.
Bei der vorletzten Biegung kam nach 3 Tagen das erste Mal die Sonne langsam aus dem Dunst zum Vorschein. … und genau das war auch der Zeitpunkt wo ich die erste Brahma Kamal gesichtet habe. Was für ein Anblick, im aufsteigenden Dunst und im Gegenlicht der ersten Sonnenstrahlen!!  Was für eine wundersame Erscheinung, was für ein Hochgefühl!!

Oben angekommen, nach einer kurzen Tempelrund am See, stieg ich dann noch weiter die Felsigen Hänge bergauf, und dann endlich, ich kann die erste Blume anriechen, angreifen und bewundern.  Ein sehr spezieller, intensiver fast medizinischer Duft, die Deckblätter sind ganz durchscheinend, sie bilden eine Schutzhülle über die eigentliche Blüte im Inneren. Bienen klettern in diesen geschützten Raum und sammeln in diesem kurzen Sommer ihren Honig.

Viele, viele Fotos und von einer Blume zur nächsten, immer weiter bergauf, den Rucksack und die Wanderstöcke vergessend, habe ich mich dann zwischen den Pflanzen niedergelassen. Umgeben von hohen Berggipfeln, unzähligen Brahma Kamal.. und einem Himmel der immer blauer wurde.


Es ist diese besondere Lage dieses Bergrückens in südlicher Ausrichtung, geschützt von  hohen Bergwänden und einer Höhe von 4300 m, die diesen Platz zur Heimat von einer seltenen Spezies machen.  Da die Blume medizinisch und Kulturell seit je her genützt wird, und ihr Vorkommen kein üppiges ist, ist sie leider stark bedroht und deshalb geschützt.
Man kann den Bergbewohnern nicht verübeln, dass sie das Wenige was sie haben, nützen. Aber wo nicht mehr ist, da ist einfach nicht mehr zu finden. In der Mongolei gibt es auch Vorkommen, aber so üppig wie auf diesem Hang zu dieser Zeit, wohl nirgend wo sonst auf dieser Welt.

Mein Herz und meine Augen konnten sich kaum Sattsehen.  Die drohende Überflutung wegen Starkregens in der Folgenacht, und die lange halsbrecherische Rückfahrt über den desolaten Highway, all das steht im Schatten dieser wunderschönen Begegnung.
Es war eine Riskante und teilweise ungemütliche Reise. Nochmal würde ich das Ganze wohl nicht machen, jedoch gewisse Dinge macht man auch nur einmal im Leben!

 

JETZT AUCH IM „BERGZEITMAGAZIN“ VERÖFFENTLICHT.  Hier klicken.

Pech-Salbe

Veröffentlicht am Schreib einen KommentarVeröffentlicht in Aktuelles, Rezepte

Diese Salbe besteht aus einem guten Teil Pech, Baumharz. Ich sammle dazu hauptsächlich Tannen und Fichtenharz. Die Bäume müssen dazu nicht verletzt werden, es gibt fast immer irgendwo eine Stelle am Stamm wo Harz austritt. Die Pech-Salbe hat man schon immer bei allen kleinen und unblutigen, Verletzungen der Haut, wie Schürfwunden, Schwielen und rauhen Hautstellen verwendet. Aber auch punktuell bei Nebenhöhlenentzündungen, bei Verkühlungen als Brustbalsam und bei Gelenksproblemen.
Das Harz kann auch in der Winterzeit geerntet und verarbeitet werden. Es unterliegt nicht der üblichen „Schonfrist“!

Wir brauchen:
30-40g Harz (Tanne, Fichte)
80g Olivenöl (Tipp: Ringelblumenmazerat)
10g Bienenwachs
(Tipp: 1-2 Weihrauchtränen,  1 Msp.Weihrauchruss)

Wir erwärmen das Olivenöl, lösen darin das Harz langsam auf, bis wir eine einheitliche, homogene Flüssigkeit haben. Zur Reinigung filtern wir das Ganze durch einen Kaffeefilter. Zurück auf dem Herd bei kleinster Flamme, lassen wir die Öl-Harz-Masse im Idealfall, 6 Stunden ziehen. Am Ende geben wir das Bienenwachs dazu und rühren solange, bis es sich ganz aufgelöst hat. Wer jetzt noch möchte gibt eine Weihrauchträne dazu und/oder Weihrauchruss (Weihrauch mit einer Flamme anzünden und unter ein Kupferteller  halten, den Russ damit auffangen und vorsichtig abbinseln.

Die wohlriechende Salbe in ein Glas füllen und nach dem Erkalten, verschließen. Haltbarkeit bei Sachgemäßer Lagerung ca. 1 Jahr.

Über freche Früchtchen und die Intelligenz der Samen

Veröffentlicht am 2 KommentareVeröffentlicht in WwWurzelwerk

 

Die Zeit des Reifens und Fruchtens hat längst begonnen. Ich bin vor einiger Zeit mit dem Fahrrad ganz langsam durch die Landschaft gefahren, und dabei fiel mir auf, dass sich knapp über den reifen, goldenen Kornfeldern eine Distelart erhebt. Ihre Flugsamen, die wie beim Löwenzahn in der Luft herumfliegen, erfüllten die ganze Umgebung.

War es nun Zufall oder Absicht, dass die Disteln genau ein paar Zentimeter höher als das Korn gewachsen sind?!

Wären sie gleich hoch, hätte der Wind der für ihre Verbreitung nötig ist, wohl wenig Chance, seine Arbeit zu tun. Sie könnten natürlich auch viel höher sein, aber das würde mehr Energie kosten, und der Umgebungsschutz des Korns wäre weniger wirksam. Also Zufall oder Absicht?

Da der Zufall nur ein Name für ein unbekanntes Gesetz ist (laut Trismegistos), steckt  also Absicht,- Intelligenz dahinter!!

Das Ausbilden von Samen als Informations – und Erbträger ist das Ziel jedes Lebewesens. Gerade die Pflanze hat da eine Sonderstellung, da sie als Individuum an ihren Ort gebunden ist, d.h. sie kann weder von sich aus ihrer Nachhut einen geeigneten Platz zukommen lassen, noch Brutpflege betreiben.

Der richtig gewählte Augenblick des Loslassens  und die Art der Verbreitung, also die bestimmte Ausstattung des Samenkorns sind die einzigen Hilfestellungen der Mutterpflanze, die sie ihren Nachkommen geben kann.

Die Karpobiologie, die Lehre von Samen und Früchten, erforscht unter anderem die Verbreitungsmechanismen  von Samen.

Wir alle kennen den Löwenzahn, als Vertreter der Schirmflieger. Schwerelos fliegt der Samen oft kilometerweit bei günstigem Wind und trockenem Wetter. Ebenso die Schraubenflieger, wozu der Ahornsamen gehört. Wie ein Propeller trägt der  Wind den Samen.
Gleitflügel besitzen die Lindenblüten und Schwimmsamen, wie die Kokosnuss oder der Samen von Mangroven, können lange Zeit (Kokosnüsse über mehrere Jahre) im Wasser herumtreiben.
Wobei die Mangrove noch statisch so ausgerichtet ist, dass sie eine als Schwerpunkt ausgestattete Spitze besitzt, die sich im Idealfall beim Herabfallen von der Mutterpflanze  gleich nach unten in den schlammigen Ufergrund spießt.

Es gibt Lichtkeimer, die erst dann keimen, wenn die Tage lange genug sind und der Samen nicht bedeckt ist. Genauso gibt es Frostkeimer, wo die Keimung erst nach dem Frost aktiviert wird. Beide Mechanismen verhindern eine zu frühe Keimung.
Erst wenn die Tage lange genug sind, der Frost hinter uns liegt, beginnt sich das Leben im Keim zu regen. Viele Samen können Jahre und Jahrzehnte überdauern.
Das betrifft Samen von Pflanzen in Wüsten, wo lange auf seltenen Regen gewartet werden muss. Innerhalb von wenigen Stunden erwacht dann aber die dürre Landschaft zum Leben.

Einjährige Pflanzen (Keim – und Fruchtphase befinden sich in nur einem Jahr, und danach stirbt die Pflanze ab) haben nicht die Notwendigkeit, ihre Kinder in die Ferne zu schicken. Da sie das Feld, den eigenen Standort  sowieso noch im selben Jahr räumen, können die Nachkommen ruhig vor Ort keimen. Die Mohnkapsel z.B. ist eine Streufrucht, die durch Bewegung  vor Ort den Samen ausstreut.

Ameisensamen ( z.B. Taubnessel) besitzen ein Fettanhängsel, welches die Tiere unwiderstehlich finden, und so nehmen sie den Leckerbissen mit in den Bau, wo nach dem Verzehr der Samen liegenbleibt und bereits „gepflanzt“ ist.
Schleuderfrüchte wie das Springkraut oder das Geranium können ihre Samenkörper weit von sich schleudern, mit Hilfe von Wind oder Berührung, aber auch ein gewisser Reifeprozess löst ohne fremde Hilfe diesen Mechanismus aus.

Dann haben wir noch die Pyrophyten, Samen die erst mit Hilfe von Feuer und Hitze ihre Kapsel sprengen und auf mit Asche gedüngte Erde fallen. Dazu kommt noch dass die Konkurrenz von älteren, höheren und lichtraubenden Zeitgenossen eliminiert wird.
Unsere Kiefern und Pflanzen im Australischen Busch sind darauf spezialisiert.

Klett – oder Haftsamen, wer kennt sie nicht? Hartnäckig haften sie an allem, was mit ihnen in Kontakt kommt. Völkerwanderungen von Pflanzen sind nicht übers Land gezogen, sondern haben sich tragen lassen. Ob es die Elemente Wind, Wasser, Luft oder Erde waren, oder Tier und Mensch, spielt dabei keine Rolle, sie waren und sind damit sehr erfolgreich.

Zum Schluss schauen wir uns noch die Lockfrüchte genauer an. Wie der Name schon sagt, locken sie Insekten, Tiere und Menschen mit lecker schmeckenden Früchten an. Eine jede  Frucht hat nur den einen Sinn bzw. Wunsch: die Verbreitung ihrer Samen.

Was hätte ein Apfel davon, wenn er nur vom Stamm fällt? Unter einem bereits bestehenden Apfelbaum zu keimen, würde wenig Sinn ergeben. Also verpacken wir das Ganze in eine leckere Frucht und schicken wir es auf die Reise über den Verdauungstrakt eines  Vogels. Welcher dann irgendwo anders, bereits verdaut und gut gedüngt, das Endprodukt Samen entleert.
Viele Lockfrüchte sind erst dann süß und leuchtend farbig, wenn der Same darin reif ist. Erdbeeren, Himbeeren.. usw.

Es gibt sogar Samen, die erst durch chemische Prozesse im Darm einen Keimimpuls bekommen. Giftsamen hätten es da schwieriger, wer möchte schon sein Transportmittel umbringen?
So kommt es, das die Schale des Samens verdauungsresistent und ungiftig ist, und  das Gift sich nur im inneren des Samens befindet.

Alle diese Systeme können keine Zufälle oder Launen der Natur sein, dahinter steckt der Wunsch zur Vermehrung und wahre Intelligenz.

Nüsse, Kastanien oder Eicheln, lassen sich von Eichhörnchen und Mäusen vergraben. Man hat herausgefunden das rund zwei Drittel von den vergrabenen Wintervorräten wiedergefunden werden, genug um das Tier über den Winter zu bringen, aber auch immer noch genug um die Population der Pflanze zu sichern. Was für ein toller Handel!
Eigennützigen Raubbau wie wir Menschen gerne betreiben, finden wir hier nicht.

Für gewöhnlich produziert eine gesunde Pflanze immer genug Samen, um sich weiter zu vermehren, aber auch um die Welt und ihre Lebewesen herum zu nähren. Das nenne ich Nachhaltigkeit!!

 

Samen sind wichtige Fett – und Öllieferanten; unser Getreide und viele Gewürze sind Samen. Ein Leben ohne Früchte und Gemüse, die nichts anderes als eine „Samen-Verpackung“ sind, ist ebenso wenig vorstellbar.

Was wäre, wenn heute oder morgen unsere Pflanzen beschließen würden, nicht mehr zu produzieren, oder ihre Früchte nicht mehr teilen möchten? Wenn sie nur mehr an sich denken würden, so wie der Mensch, der gerne vergisst, dass es auch noch andere Lebewesen auf dieser Erde gibt, die überleben wollen?

Oder stellen wir uns vor, die Pflanzen würden ihre Prioritäten verändern, nicht mehr die Vermehrung als Ziel haben, sondern den Müßiggang und sich mehr und mehr mit Dingen beschäftigen, die nichts Lebendes hervorbringen…so wie wir Menschen  Gebäude oder  Straßen vorziehen und dafür nur allzu bereit sind, alte Bäume oder Grünflächen zu roden.

Jede Betonfläche nimmt der Natur die Möglichkeit, Samen keimen zu lassen und uns zu ernähren, im Großen wie im Kleinen.

Das Ganze mag abstrakt erscheinen, doch soll uns bewusst werden, welche Verantwortung wir für einander haben!

In Indien gibt es den Ausdruck Bija-Mantra. Dabei setzt man dem Yogi ein Samenkorn (Bija), in Form eines Mantras (heilige Silben), in den Geist. Dieses soll dann Früchte tragen, in dem es durch unzählige Wiederholungen genährt wird, die Gedanken beruhigt und die Aufmerksamkeit dadurch auf das Göttliche lenkt.

Ich bin das, was ich denke.  Dort wo meine Aufmerksamkeit hingeht, ist auch die Welt, in der ich lebe.

Nach dem kurzen Abstecher in die indische Philosophie, zurück zum Samen.
Unvorstellbare Kraft und Energie, aber auch Intelligenz und Geduld steckt in diesem Wunder. Die Schöpfung hat die Verpackung  so vielfältig gestaltet, dass jeder Same ein kleines Wunder an sich ist.

Solanum-Frucht

Besonders Pflanzen produzieren fast immer eine beträchtliche Menge, einen Überschuss an Samen. Jedes Korn, das ich säe, jeder Baum, den ich pflanze, ist mein Beitrag für Leben in der Zukunft.

Einen Baum zu pflanzen, ist ein Zeichen von Vertrauen in die Erde, eine Tat voll Hoffnung auf die Zukunft. Eine Handlung der Nächstenliebe gegenüber nachfolgenden Generationen, die seine Früchte genießen werden, wenn wir nicht mehr da sind.
Louis Mercier

 

Bodylotion für samtig, weiche Haut

Veröffentlicht am Schreib einen KommentarVeröffentlicht in Aktuelles, Rezepte

Dieses tolle Rezept habe ich gerade erst vor drei Tagen „gebaut“und gerührt. Da ich es  einfach toll finde, stelle ich es jetzt gerne auf meine Seite. Ihr könnt es auch als Grundrezept nehmen, und die Öle sowie die Wirkstoffe nach eurem Bedarf verändern. Wichtig ist nur das Mengenverhältnis zwischen Fett,- und Wasserphase, sowie die nötige Menge an Emulgatoren, in diesem Fall Lamecreme.

Fettphase:

  • 8g Lamecreme
  • 15g Kokosöl
  • 10g Mandelöl oder Avocadoöl
  • 5g Nachtkerzenöl
  • 1Msp. Xanthan

Alle Öle sind je nach Bedarf, Vorliebe und Verfügbarkeit austauschbar.

Wasserphase:

  • 140g Muskatellersalbei Hydrolat ( oder zb.  Rosenhydrolat, destilliertes Wasser usw..)

Wirkstoffphase:

  • 5gtt ätherisches Karottensamenöl
  • 10Tr. Vit. A-Palmitat
  • 10Tr. Seidenprotein
  • 10Tr. Vit. E-Acetat
  • 10Tr. Squalan

Wirkstoffe sind immer als Vorschläge gedacht. Sie reichern das Produkt an und geben ihm eine individuelle Note.

Die einzelnen Phasen getrennt in einem Wasserbad erwärmen, bzw. schmelzen, nicht aufkochen lassen.
Die Wasserphase langsam unter ständigem Rühren in die Fettphase emulgieren. Wenn die Lotion lauwarm ist, die Wirkstoffe einzeln unterrühren. Erst beim Erkalten dickt die Lotion fertig ein.
Der Duft ist durch das Hydrolat und dem Kokosöl sehr speziell, exotisch-blumig. Ich gebe ausser dem Karottensamenöl, das die Generation der Hautzellen fördert, keinen anderen Duft mehr dazu.
Ohne Konservierung würde ich die Lotion innerhalb von 3-4 Wochen aufbrauchen. Gute Gelingen und viel Spass!!

 

Über die Beständigkeit des Wandels und der ewigen Ordnung die dahinter steht

Veröffentlicht am 2 KommentareVeröffentlicht in WwWurzelwerk

 

Wir leben in einem Universum voller Muster und jedes Muster folgt einem Rhythmus, der wiederum einer Ordnung unterliegt.

 

In Indien haben wir dafür dieses schöne Wort SANATANA DHARMA, die ewige Ordnung, das ewige Gesetz. Aus der Antike kommt der Ausdruck PROPORTIVA DEVINA, die göttliche Proportion. Auch wenn wir Menschen es nicht immer gleich erkennen, oder verstehen, so steht doch alles was lebt unter einer gewissen Ordnung, es folgt einem bestimmten Rhythmus.

 

Wir finden diesen Rhythmus auch in uns: Herzschlag, Atemrhythmus, Blutkreislauf, Hormonzyklus usw.
In der Natur zeigt er sich ganz offensichtlich z.b. in den Gezeiten, Tag-Nachtrhythmus, Mondzyklus, Wechsel der  Jahreszeiten u.v.m. Es ist das Entstehen, Wachsen und Vergehen des Lebens. Alles beseelte, alles Lebende schwingt in diesem Rhythmus!

Harmonie ist die Veränderung die durch diesen Rhythmus (Kreislauf) entsteht. Gleichzeitig ermöglicht erst diese rhythmische Veränderung jedem Organismus sich zu regenerieren. Das was lebt, verändert sich ständig, und darin besteht die Fähigkeit zu regulieren, auszugleichen und zu heilen. Heilung kommt durch Veränderung (z.b. der Lebens – oder Denkweise). Disharmonie ist oft mit Stillstand verbunden und dem damit zusammenhängendem Übermaß an etwas. Es fehlt die Bewegung zum Gegenpol, zum Ausgleich.

 

Wir Menschen denken oft in einem zu kleinen Zeitraum, unser  Zeitfenster ist nicht größer als unser jetziges Leben. Der Glaube an Wiedergeburt lässt da schon größere Horizonte und Möglichkeiten zum Ausgleichen. Nicht alles kann in einem Leben „erlebt“ werden.

Es gibt diese ewige Ordnung. Die Energie ist wie ein Pendel: „Der Schwung des Pendels nach rechts gibt die Kraft für den Schwung nach links.“  So steht es schon in der TABULA SMARAGDINA, den Sieben Lehrsätzen des Trismegistos.

Klimawandel, die Entwicklung der Gesellschaft, das wandern der Pflanzen, das kommen und gehen von lebenden Organismen, alles ist diesem Wandel unterworfen –  und dahinter steht die ewige Ordnung.

 

Schauen wir nun einmal auf die Pflanzen und speziell auf ihr Blüten. Diese natürlichen Mandalas (Muster)  sind nicht nur schön anzusehen. Wir erkennen auch hier diese Ordnung.

 

P1080075

 

Sehr viele Formen, Muster und Bilder halten sich an den  sog. Goldenen Schnitt. Eine Proportionierung die in der Natur weit verbreitet ist. Alles was in diesem Goldenen Schnitt steht, ist für das Auge harmonisch anzusehen. Der Betrachter empfindet den Anblick als wohl proportioniert und schön.
Die Mitte der Sonnenblume z.b. fächert sich in ganz bestimmte rechtsdrehende und linksdrehende Spiralen auf (die goldene Spirale) und die Anzahl der Spiralen und Glieder sind Zahlen der Fibonaccireihe (1,2,3,5,8…es werden dabei immer die zwei vorangegangenen Zahlen addiert).

 

P1060024

 

Diese Anordnung ermöglicht der Blüte eine optimale Ausnutzung an Raum. Bei fast allen Blumen entspricht die Anzahl der Blütenblätter einer Zahl in dieser seltsamen Reihe 3,5,8,13,21,34,55,89. Anordnungen von Blättern und Blüten  im Goldenen Schnitt (Winkel) ermöglichen auch eine optimale Aufnahme an Sonnenlicht  und Wasser.
Eine wohl überlegte Stellung von Blätter oder Blattachse, kann das Wasser von stammfernen Blättern und Ästen Richtung Hauptstamm entlang nach unten direkt zu den Wurzeln leiten.

 

In der Tierwelt zeigt z.b. die Schnecke ganz offensichtlich die Goldene Spirale.

IMG_2468

 

Der Mensch selbst steht im Idealfall im Goldenen Schnitt. Proportionsverhältnis Oberkörper zu Unterkörper, sowie der Gliedmaßen (Hand,- Unter – und Oberarm) liegen oft im oder nahe am Goldenen Schnitt. Je mehr unser Gesicht dieser Formel entspricht, d.h. der Abstand zwischen Nase, Augen und Mund, sowie deren Größe, umso hübscher finden wir dieses.
Wir haben diese Proportionen schon so weit verinnerlicht, dass sie überall Wohlgefallen in uns wachruft.

Es ist diese Ordnung in uns und um uns, auf die wir uns verlassen können.  Der rhythmische Wandel welcher jeden Organismus bewegt, auch wenn er manchmal als unangenehm oder beängstigend wirken mag, – das ist das Leben!!

Das einzige Beständige ist die Veränderung. So orthodox und widersprüchlich es klingen mag.

Schauen wir uns die Gesichter unserer Blumen, das Funktionieren der Natur genauer an, erkennen wir diese Ordnung und vergessen wir nicht, dass auch wir genau so „funktionieren“.

Der Weg der Heilpflanze

Veröffentlicht am 4 KommentareVeröffentlicht in Philosophie

Ich möchte euch etwas über die Entwicklungsgeschichte, der Bedeutung und Anwendung der Heilpflanzen, von einst und jetzt, erzählen.

Unsere Medizin befindet sich heute (wieder) an einem Wendepunkt. Das auf Inhaltstoffe und den Grenzen der wissenschaftlichen Beweisfähigkeit  gebundene Weltbild ist im Begriff sich neu zu  ordnen.

Unbeantwortete Fragen suchen nach Antworten, die im analytisch, materialistischen Horizont nicht zu finden sind.

Religiöse Intoleranz, wissenschaftliche Ignoranz, Selbstsucht und Profitstreben auf  Kosten der Allgemeinheit sowie mangelnde Wertschätzung der Natur sind die wirklichen Probleme unserer Gesellschaft! (O. Rippe)

Die Suche nach Alternativen in unserer Lebensweise und der Medizin sind notwendig geworden. Lösungsansätze sollten wir auch in der Vergangenheit suchen, denn altes Wissen ist nicht veraltet, darin wurzelt die Erkenntnis unserer heutigen Wissenschaft!

Die Phytotherapie, unsere Heilpflanzentherapie, hat sich heute sehr stark auf Einzelstoffe, also extrahierte, oft sogar chemisch nachgebaute Inhaltstoffe und standardisierte Mittel versteift. Wir holen den Stoff aus einer Pflanze, von dem wir wissen/glauben  das er das gewünschte heilende Element besitzt. Die Idee, das Wirkspektrum der ganzen Pflanze, mit all ihren einzelnen Bausteinen ergeben aber erst das perfekte Gesamtbild. Eine einzige Pflanze verfügt über mehrere hundert Einzelstoffen!! Jedes kleinste Teil hat seine Aufgaben, und macht das Rad erst rund.

Wir können das vergleichen mit einem reich gedeckten Tisch aus unterschiedlichsten Gerichten, wo wir uns jedoch nur das Besteck nehmen, weil wir glauben damit das Werkzeug in der Hand zu halten!

Die Herstellung synthetischer Arzneien hat die Pflanze (und somit auch den Patienten) auf ein messbares Etwas reduziert, dadurch wird nur ein Teil ihres Wesens offenbart. Die Natur wird dadurch zu einem Ding, und in der Industrialisierung der Medizin geht es heute fast nur mehr um Profit.

Standardisierungen von Stoffen geben dem Anwender Sicherheit, das ist unumstritten, gleichzeitig aber, nimmt es auch das schöpferische, Lebendige eines lebenden Individuums.

Standardisierungen begünstigen  leider auch den Gewöhnungseffekt, die Resistenzen. Schon ein geringer Unterschied an der Zusammensetzung eines Heilmittels, wie es zb. bei den unterschiedlichen chemotypen von ätherischen Ölen vorkommt, (hervorgerufen durch verschiedene Erntezeiten bzw. Anbaugebieten) kann dem erfolgreich entgegenwirken.

Rudolf Steiner sagte: Durch den Verlust der intuitiven Fähigkeiten  herrscht eine große Unsicherheit und Verwirrung, die sich auch in der Medizin unserer Zeit findet, indem der Zusammenhang des Menschen mit der Natur völlig  abhandengekommen ist. Man bekämpft den alten Aberglauben, aber man ahnt nicht, dass sich dieser Aberglaube nur gewandelt hat.

Wenn wir nun zurückblicken, weit hinter das Mittelalter, dann finden wir bei den  Kelten, Germanen,  Römern usw. den Ausdruck von göttlicher Macht in  jeder Pflanze. Es war das Göttliche selbst, das durch die Heilpflanze sprach und wirkte. Über das rascheln der Blätter in alten Bäumen, durch den Rauch des Räucherwerks und dem Duft der Blumen fand es seinen Ausdruck. Alles galt als beseelt. In gewisser Weise waren die „Ärzte“ damals noch hellsichtig, der Mensch bildete mit der Natur eine Einheit.

Bei der späteren Signaturenlehre laß man förmlich dem Heilmittel auf Grund seines Aussehens, seine Heilwirkung ab. Ohne danach zu fragen was denn da heilt. Damals stellte man sich die Frage zu welchem Zweck bzw. zu welcher Bestimmung etwas existierte – heute fragen wir nach dem Wie!  Geist und Magie sind in unserer Zeit völlig aus der Natur verbannt. Wir haben uns ein einsames Weltbild geschaffen – der Mensch steht alleine im Mittelpunkt, nicht die Natur oder das Göttliche. Götter, Engel und andere Begleiter haben wir aus den Bäumen und Blumen verjagt. Wir haben gelernt bis ins kleinste Atom zu schauen, dafür mussten wir taub und blind gegenüber dem metaphysischen werden.

Um ganzheitlich zu heilen, sollte eine philosophisch orientierte Heilkunst mit all ihrer Mystik, Hermetik, den Ritualen und der Unterstützung aus dem beseelten Reich, wieder ihren Weg in die Naturwissenschaften finden.

Wenn der Naturwissenschaftler kein Mystiker ist, dann ist er kein Naturwissenschaftler.
A.Hofmann

Wie sollen wir Antworten finden auf die Probleme unserer Zeit? Depressionen, Zukunftsängste, Krebs, psychosomatische Störungen usw.!? –  Denn der verbreitete Nihilismus spendet keinen Trost, gibt uns keine Kraft, kaum Sicherheit und wenig Hoffnung. Wenn die Welt im Außen sich auf den Kopf stellt, kein Stein auf dem anderen bleibt, dann braucht der Mensch Halt, Halt und Vertrauen, die aus dieser unversiegbaren Quelle, dem Glauben, kommt. Ein Glaube der nicht im realistischen Weltbild zu finden ist, wenn gerade diese Welt Kopf steht.

Im finsteren Mittelalter wurde vieles an Mystik und alten Bräuchen verboten, die Kirche bestimmte wer und was angebetet und verehrt werden durfte. Aber nicht alles war finster in dieser Zeit! Viel Altes bekam einfach einen anderen Namen, die Kirche nahm gute „Ideen“ und steckte sie in ihr Kleid, gab ihm ihre Namen. Vieles überlebte unter diesem Deckmantel, und verbotene Traditionen lebten in den vier Wänden der Menschen weiter.

Die Renaissance löste die harten kirchlichen Fesseln, der Mensch wollte mehr wissen, und so begann er genauer hinzusehen!! Besonders in der Kunst zeigte sich diese Sicht ganz deutlich. Größen wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, A. Dürrer usw., sind ein blühendes Beispiel dafür. Wurden zuvor Pflanzen nur sehr schemenhaft dargestellt, zeigten nun  genaue Naturstudien Pflanzen und Körper in  völlig neuem Licht. Die Abbildungen waren so genau, dass nichts mehr verborgen blieb.

Diese Entwicklung und Aufklärung zeigte sich in vielen Bereichen, sie entmystifizierte unser Weltbild, mehr und mehr verschwand das nicht Sichtbare…. und damit auch der Glaube daran!

Das ging so weit, das wir heute nur mehr an das glauben können, was wir sehen!!

Dieses mechanische Weltbild entlockte  der Natur so manches Geheimnis, doch wirklich verstehen können wir die Schöpfung dadurch auch heute noch nicht. Unlösbares wird aus der Fragestellung ausgeklammert, was sich nicht beweisen lässt, existiert demnach nicht.

Paracelsus sagte: Ist der Mensch krank, dann besonders deshalb, weil er sich von der Natur und damit dem göttlichen abgewendet hat. Aufgabe des Heilers ist es daher vor allem, den Kranken die Augen zu öffnen für die Schönheit dieser Welt.

Wir haben vieles erreicht, die Möglichkeiten und Erfahrungen die die Medizin heute hat kommen aus dem Wissen der vergangenen Zeiten. Jeder dieser großen Heiler, Philosophen und Forscher hat seinen wesentlichen Teil dazu beigetragen. Die Pflanze als ganzheitliches Wesen spielte dabei immer die Hauptrolle.

Die Medizin einzelner, echter, wilder und freigewachsener Pflanzen sollte nicht als wertlos oder gar gefährlich hingestellt werden. Wenn wir  wieder mehr vertrauen in das Kraut das in unserem Garten oder vor unserer Tür wächst haben, die einzelnen Individuen erkennen und schätzen, ihre Gestalt und Erscheinung genauer betrachten, werden wir wieder mit der Welt der Mystik und des ganzheitlichen heilens vertraut werden.

 

 

 

 

Hand – und Fußcreme

Veröffentlicht am Schreib einen KommentarVeröffentlicht in Rezepte

Diese Hand/Fußcreme zeichnet sich durch ihre besonders pflegende Textur aus. Sie kann sehr gut für raue Fersen und auch für spröde Hände benutzt werden. Der Anteil an Harnstoff löst Hornhaut und Schwielen. Wir können statt dem Mandelöl in der Fettphase, auch ein eigenes Mazerat hernehmen. Ich nehme entweder ein Calendula/Olivenöl-Mazerat, oder ein Kamillen/Olivenöl-Mazerat.

Fettphase:

  • 10 g Sheabutter
  • 3 TL Calendulamazerat ( oder nach belieben zb. Mandelöl)
  • 3 g Lamecreme
  • 3 g Emulsan
  • 2 g Bienenwachs
  • 2 g Cetylalkohol

zuerst das Bienenwachs und die beiden Emulgatoren ( Lamecreme, Emulsan) schmelzen, dann Cetylalkohol und das Calendulamazerat dazugeben. Erst in der Restwärme die Sheabutter schmelzen.

Wasserphase:

  • 55 ml Wasser oder Hydrolat ( ich habe Kamillenhydrolat genommen)
  • 1 TL Glycerin
  • 2 g Harnstoff

ebenso erwärmen, beide Phasen sollten die selbe Temperatur haben, bevor sie zusammengemengt werden. Unter ständigem Rühren, langsam die Wasserphase in die Fettphase schütten. Bis eine homogene Masse entstanden ist, bzw. das ganze lauwarm gerührt ist.

Wirkstoffphase:

  • 10 Tropfen Calendula Tinktur (über 3 Wochen in Alkohol angesetzte Blüten, abgefiltert)
  • 5 Tr. ätherisches Öl Kamille blau
  • 2 Tr. äÖ Cistrose ( in der Grippezeit oder bei Fußpilz zur Desinfektion, Thymianöl oder Teebaumöl)
  • 5 Tr. äÖ Lemongras
  • evtl. 15 Tr. Parabene K (zum Haltbarmachen bis zu 6 Monate.)

Die Wirkstoffphase kann, muss aber nicht, aus diesen Stoffen bestehen. Sie kann jederzeit durch andere Zusätze abgeändert werden. Auf alle Fälle kommt diese Phase erst ganz zum Schluß in die Creme, und wird untergerührt. In saubere Behälter gefüllt und kühl aufbewahrt, hält die Creme ohne Parabene K ca. 1 Monat. Die Tinktur verlängert die Haltbarkeit.

 

 

 

Die 7 Lehrsätze v. Trismegistos

Veröffentlicht am 1 KommentarVeröffentlicht in Philosophie
Die Sieben Lehrsätze


Das All ist Geist, das Universum ist geistig.
Allem Existierenden liegt eine geistige Kraft zu Grunde.
Wie oben so unten, wie unten so oben.
Wie im Großen, so im Kleinen;
Wie im Kleinen, so im Großen.
Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich,
alles ist in Schwingung.
Alles hat sein Paar von Gegensätzlichkeiten;
Gegensätze sind identisch in ihrer Wesensart,
nur verschieden im Grad; Extreme berühren sich;
alle Wahrheiten sind nur halbe Wahrheiten;
Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten.
Alle Dinge steigen und fallen,
das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem,
das Maß des Schwungs nach rechts
ist das Maß des Schwungs nach links.
Jede Ursache hat ihre Wirkung,
jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig.
Zufall ist nur ein Name für ein unbekanntes Gesetz.
Geschlecht ist in allem,
alles hat männliche und weibliche Prinzipien,
Geschlecht offenbart sich in allen Ebenen.

Diese sieben hermetischen Lehrsätze von Trismegistos sind auf der Tabula Smaragdina geschrieben.

Es gibt weder Entstehen noch Vergehen, sondern nur verschiedene Mischungsverhältnisse dieser vier Elemente, die von den Urkräften Liebe und Hass (Anziehung und Abstoßung, Raga/Dvesha) gesteuert werden.

Er vertrat die Lehre, dass man nur heilen kann, wenn man die Natur erkennt, und zwar jene des Menschen und die ihn umgebende Natur.

Der menschliche Organismus „versteht“ jenen der Pflanze und kann diesen als Heilmittel nutzen. Um überhaupt geheilt werden zu können (DNS-Reparatur), brauchen wir ein Heilmittel, das die DNS versteht. DNS redet die Eiweißsprache, wie die Pflanzen. Die Pflanze wiederum bekommt alle Informationen aus der Erde, dem Stein und aus dem Kosmos. Die Pflanze ist das einzige Lebewesen, das die aus dem Kosmos strahlende Energie (besonders Sonnenenergie, die mittels Chlorophyll aufgenommen und verwandelt werden kann) sowie anorganisches Material (Luft, Wasser, Mineralien usw.) in organisches Material umwandeln kann (Zucker, Fette, Proteine, Vitamine und so weiter). Erst dadurch wird das Leben von Tier und Mensch ermöglicht. Pflanzen heilen also nicht nur, sie ermöglichen uns das Leben. Wir neigen oft dazu, die lebensermöglichende Rolle der Pflanze in unserem täglichen Leben (Essen, Kleidung, Wohnen) zu vergessen.

(zetierte Quelle)

Rosen-Tau

The divine face

Veröffentlicht am Schreib einen KommentarVeröffentlicht in Philosophie
Das Gesicht der Schöpfung

Wenn ich so wunderschöne Dinge sehe, bin ich einerseits so überweltigt von der Schönheit, gleichzeitig bewegt mich eine tiefe Dankbarkeit darüber, dieser Schöpfung ansichtig werden zu können.

Diese Schönheit geht bis ins kleinste Detail, je kleiner der Ausschnitt des Anblickes desto tiefer der Einblick – es wird immer wunderbarer.
Stellt ihr euch nicht die Frage: Warum gibt es diese vielfältige Schönheit überhaupt? Welchen Zweck verfolgt sie?

Ich glaube dieser „natürliche Luxus“ ist da, um betrachtet zu werden, um des betrachters Herz zu erfreuen, und daraus eine tiefe Bewunderung wachsen zu lassen , damit wir erkennen, wie göttlich diese Schöpfung in jedem Detail, in jedem Sein auf dieser Welt ist!
Es hilft uns zu erinnern, woher wir kommen und wohin wir gehen werden. Das die Welt göttliches Antlitz wiederspiegelt. Daß das Gesicht der Schöpfung aus allem strahlt. Auch aus uns!!

Welt-Weites-Wurzelwerk

Veröffentlicht am Schreib einen KommentarVeröffentlicht in WwWurzelwerk

Wir haben alle schon einmal etwas aus- oder eingegraben…. was kommt zum Vorschein wenn wir unter die Oberfläche dessen schauen, was uns trägt, worauf wir unsere Häuser bauen und worin wir unsere grüne Nahrung ziehen?!

Wurzeln, viele unzählige Wurzeln. Es scheint so als wäre die ganze Erde mit einem Wurzelgeflecht durchzogen. Ein Welt-Weites-Wurzelgeflecht. Das was wir Oberirdisch sehen, die Vegetation, ist nur die Spitze des Eisberges, unter dieser Oberfläche befindet sich ein weltumspannendes Netzwerk.
Alles steht damit in Verbindung, die Infos umspannen die ganze Erde. Jedes kleinste Pflänzchen ist ein Glied in dieser Kette.

Laut Charles Darwin verfügt die Wurzel über Entscheidungs- und Steuerungsfähigkeit. Es sind besonders die Wurzelspitzen, die oft nur ein zehntel Millimeter groß sind, wo das meiste Empfindungsvermögen ist. Die Aktionspotenziale sind vergleichbar mit den elektrischen Signalen der Neuronen im tierischen Gehirn. Jede dieser Wurzelspitzen fühlt fortwährend zahlreiche Gegebenheiten nach: Schwerkraft, Temperatur, Feuchtigkeit, elektrische Felder, Licht, Druck, toxische Stoffe, Schallschwingungen, Sauerstoff, Kohlendioxid u.s.w…
Kleine Pflanzen wie der Hafer oder Roggen, besitzen bis zu 1 Million solcher „Fühler“, Bäume bis zu 100 Millionen!!

Das erinnert uns doch stark an das Internet, dem gewaltigsten Netz das der Mensch je erschaffen bzw. nachempfunden hat.
Diese existierende Kommunikationszentrale die in diesem gewaltigen Netz  unter unseren Füßen  arbeitet, ist unvorstellbar!! Pflanzen sind wahre Meister chemische Moleküle für alles nur Denkbare zu produzieren und miteinander zu kommunizieren. Eine Wurzel alleine ist in ihrer Kraft nichts, doch gemeinsam sind sie eine unvorstellbare, schöpferische Ur-Energie.

Der Mensch und das Tier haben eine Sonderstellung in diesem Netz. Da wir beweglich sind, d.h. nicht mit dem Netz physisch bzw. körperlich verunden sind, ist unser Zugang ein subtiler. Das Sitzen unter einem Baum, Barfußgehen, das Liegen auf der Erde oder besser noch das Schlafen im Freien, am Boden, sind Wege wo wir uns dieser Kraft bewußt werden können.
Im Sommer schlafe ich bewußt ab und an mal nur auf einer dünnen Matte im Freien unter einem Baum. Und so lange die Nacht oft ist und so kurz der Schlaf auch sein mag, die Träume sind ganz besonders und der kommende Tag ist trotz oftmaligem Schlafentzug von einer Energie getragen die ich sonst nicht kenne.

Alles was die Pflanze von oben über die Sonne , den Regen und den Kosmos aufnimmt, geht an Info in dieses Netz, so wie Oben, so auch Unten. Die wirkliche Verbindung zwischen Oben und Unten, zwischen Himmel und Erde sind unsere Pflanzen, und die Wurzeln sind das Gehirn, die Schaltzentrale, das Gedächtnis, das bindende Glied!

Der Mensch fühlt sich oft „entwurzelt“ oder nicht „geerdet„. Ich denke das diese Umstände wenig räumlicher Natur sind, uns so wie das Heimweh nicht immer nur mit einem bestimmten Platz oder Ort zu tun haben muß. Es ist viel mehr der Mangel an der Verbindung mit dieser Ur-Kraft die alles durchzieht, nährt und der Puls des Lebens ist!!  Dieses Pulsieren durchströmt alles. Es macht nicht lebendiges, lebendig.

Es ist diese Energie, die uns wirklich alle verbindet!
Je mehr es bebaute Flächen gibt, wo wirklich kaum mehr etwas durch den Beton wachsen kann, und je mehr Herbezide großflächig aufgesprüht werden und dieses Wurzelwerk dadurch Lücken bekommt, je öfter wir große Bäume fällen und je weniger wir die Ruderalflächen schützen, deste mehr schwächen wir diese Kraft und damit uns selbst!

Übung:
Die Pflanze ist ja das bindende Glied zwischen Oben und Unten.. Innen und Außen. Durch das stille, tiefe, fokusierte Betrachten von Pflanzen(-Teile) die uns ansprechen, bzw. gefallen, können wir uns durch das Sehen, das Betrachten und Wahrnehmen in dieses Netz einfühlen. Der Zugang findet sich im offenem Betrachten, es „zieht“ uns hinein. Der Duft den wir wahrnehmen, die Farben die uns anlachen, alles hat seine Wirkung und beeinflußt unsere Gefühle, manchmal „spricht“ es richtig in uns.

Nimm dir die Zeit und lass dich ein auf diese Reise, und du wirst ein Teil vom Ganzen werden!